Dietrich Gresemund

Dr. med. Dietrich Gresemund, der Ältere

Geb. in Meschede

Gest.

GND: 10407969X; VIAF: 32425857

Lehrtätigkeit in Mainz

  • 1477-mindestens 1492, Medizinische Fakultät (1477-1798/1822)

Fachgebiete: Medizin

Akademische Laufbahn

  • 29.09.1455-1459, Studium, Universität Erfurt, zum bacc. phil.
  • 1459-1465, Studium, Universität Erfurt, zum mag. phil.
  • nach 1465, Studium, Italien, Medizinstudium, vermutlich in Padua, Bologna und Ferrara
  • 03.22.1468, Promotion, Universität Padua
  • 1477, Ordentlicher Professor, Universität Mainz (1477-1798), Medizinische Fakultät (1477-1798/1822), Geistesrichtung: via antiqua
  • 1492, Dekan, Universität Mainz (1477-1798), Medizinische Fakultät (1477-1798/1822)
  • 1492, Durchführung einer Studie, Winkel (Rheingau), Untersuchung von Leprakranken

Biographisches

  • 26.03.1468-1471, Berufliche Tätigkeit, Stadtarzt, Frankfurt am Main
  • 18.01.1470-1475, Berufliche Tätigkeit, Leibarzt, Adolf von Nassau-Wiesbaden-Idstein
  • 06.12.1476-1483, Berufliche Tätigkeit, Stadtarzt, Frankfurt am Main, für das doppelte Gehalt verglichen mit der ersten Anstellung
  • ab 24.09.1484, Berufliche Tätigkeit, Leibarzt, Berthold von Henneberg, der Kurfürst war ein früherer Studiengenosse aus Erfurt
  • 1486, Berufliche Tätigkeit, Zensor, Kommission für Bücherzensur (Bistum Mainz), Vertreter der Medizinischen Fakultät
  • 1492, Berufliche Tätigkeit, Leibarzt
  • 1492, Berufliche Tätigkeit, Lehrer, Universität Mainz (1477-1798), ging einher mit seiner Funktion als Leibarzt

Weitere Informationen

  • Gresemund beschäftigte sich in seinem Wirken ausführlich mit Vorsorgemaßnahmen gegen Pest-Epidemien.
  • Er war einer der ersten Professoren bei der Gründung der Medizinischen Fakultät Mainz im Jahr 1477.
  • Gresemund wird als Ahnherr des Mainzer Humanismus bezeichnet. In seinem Mainzer Wohnsitz, dem Haus Zum Floß (neben dem Spital zu St. Barbara), wurden mehrfach humanistische Intellektuelle, die Europa durchreisten, beherbergt (bspw. Conrad Celtis, Jakob Wimpheling, der Abt Trithemius und Johannes Vigilius).
  • Die 1486 von Kurfürst Berthold geschaffene Zensurbehörde, der Gresemund angehörte, bestand aus je einem Vertreter der vier Fakultäten. Sie wurde aus der Angst heraus gegründet, dass viele Leute lateinische Bücher aus Gewinnsucht in die Volkssprache übersetzen würden, ohne die nötigen Kenntnisse zu besitzen.
  • Gresemund hatte nicht die Lektoralpräbende im Stift St. Stephan inne, da diese einem geistlichen Mediziner vorbehalten war.

Namensvarianten

  • Dietrich Gresemundt, Dietrich von Meschede, Theodericus de Meschede

Veröffentlichungen von Dietrich Gresemund (Auswahl)

Gresemund, Dietrich, Theodorici Gresemundi Carmen de Historia Violate crucis: Et eius vita ; Cum interpretatione Hieronymi Gebuileri Scholarum fammi templi Argenteracensium moderatoris ;, (Argentine, Renatium Beck), 1514.
Gresemund, Dietrich <der Ältere>, Incipit regimen pseruatiuu breue tpe pestilenciali in sex rebus no naturalibus oseruandu cu cura succincta Editu p magistru Theodericu de Meschede artium et medicine doctorem Et primo ..., Mainz, [Schöffer], 1492.

Veröffentlichungen über Dietrich Gresemund (Auswahl)

Benzing, Josef, Verzeichnis der Professoren der alten Universität Mainz, Mainz, 1986.
Mathy, Helmut, Stadtarzt, Leibarzt, Humanist: Der Mainzer Mediziner Dietrich Gresemund der Ältere (1444-1514), in: Moguntia medica, , 2002, S. 37–45.
Dietrich Gresemund - regionalgeschichte.net, < http://www.alte-uni-mainz.de/biographien-universitaetsmitglieder/dietrich-gresemund.html >, (28.8.2017).
Zitierhinweis

Dietrich Gresemund, in: Verzeichnis der Professorinnen und Professoren der Universität Mainz. URI: http://gutenberg-biographics.ub.uni-mainz.de/id/f0382789-1982-4727-a3dd-95c7bbe80b30. (Zugriff am 17.12.2018)

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