Georg Wild

Prof. Dr. theol. Georg Andreas Wild

Geb. in Waldneudorf (heute Budisava/Serbien)

Gest.

Religionszugehörigkeit: Evangelisch

GND: 1162460261; VIAF: 289260561

Professur in Mainz

  • 1971-1973, Professor für Osteuropäische Geschichte, Philosophische Fakultät
  • 1973-1980, Professor für Osteuropäische Geschichte, FB 16 Geschichtswissenschaften (1973-2005)

Fachgebiete: Geschichtswissenschaften, Osteuropäische Geschichte, Osteuropäische Kirchengeschichte

Akademische Laufbahn

  • 01.10.1947-30.09.1948, Studium, Universität Erlangen-Nürnberg, Erlangen, Fach: Theologie
  • 1948-1948, Studium, Universität Berlin, Berlin (Ost)
  • 1949-31.03.1952, Studium, Universität Greifswald
  • 29.05.1952, Erstes theologisches Examen, Universität Greifswald
  • September 1952-Februar 1956, Lehrbeauftragter, Universität Berlin, Berlin (Ost), für Serbokroatisch
  • September 1953-Juni 1958, Wissenschaftlicher Aspirant
  • 04.05.1957, Promotion, Walter Elliger, Universität Berlin, Titel der Dissertation: "Die serbische Kirchenfrage des 19. Jahrhunderts als politisches Problem"
  • 01.08.1959-31.03.1961, Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Universität Münster, Ostkircheninstitut
  • 01.04.1961-15.08.1967, Wissenschaftlicher Assistent, Institut für Osteuropakunde - Abteilung Osteuropäische Geschichte, Universität Mainz, Philosophische Fakultät
  • 08.05.1967, Habilitation, Universität Mainz, Philosophische Fakultät, Titel der Habilitationsschrift: "Bogumilen und Katharer in ihrer Symbolik: T. 1. Die Symbolik des Katharertums und das Problem des heterodoxen Symbols im Rahmen der abendländischen Kulturarbeit"
  • 16.08.1967-28.06.1971, Privatdozent, Institut für Osteuropakunde - Abteilung Osteuropäische Geschichte, Universität Mainz, Philosophische Fakultät
  • 01.04.1968-31.03.1969, Lehrbeauftragter, Universität Saarbrücken
  • 29.06.1971-22.02.1972, Außerplanmäßiger Professor, Institut für Osteuropakunde - Abteilung Osteuropäische Geschichte, Universität Mainz, Philosophische Fakultät
  • 23.02.1972-31.03.1973, Wissenschaftlicher Rat und Professor, Institut für Osteuropakunde - Abteilung Osteuropäische Geschichte, Universität Mainz, Philosophische Fakultät
  • 01.04.1973-12.08.1974, Wissenschaftlicher Rat und Professor, Institut für Osteuropakunde, Universität Mainz, FB 16 Geschichtswissenschaften (1973-2005)
  • 13.08.1974-12.02.1980, Abteilungsvorsteher und Professor, Institut für Osteuropakunde, Universität Mainz, FB 16 Geschichtswissenschaften (1973-2005)
  • 1974-1976, Dekan, FB 16 Geschichtswissenschaften (1973-2005)

Biographisches

  • 15.09.1944-1945, Wehrdienst, Waffen-SS, Soldat
  • 1945-23.08.1945, Gefangenschaft, sowjetische Kriegsgefangenschaft
  • 1945-1946, Berufliche Tätigkeit, Landwirt
  • 1947, Abitur, Merseburg
  • Politische Mitgliedschaft, CDU-Ost
  • 01.09.1952-01.12.1953, Berufliche Tätigkeit, Vikar, Berlin (Ost)
  • 21.03.1958, Zweites theologisches Examen, Magdeburg
  • 10.05.1958, Flucht
  • 01.03.1959-31.07.1959, Berufliche Tätigkeit, Pfarrer, Heppenheim (Bergstraße)
  • Politische Mitgliedschaft, CDU
  • 1964-, Mitgliedschaft, Ostkirchenausschuss der Evangelischen Kirche Deutschlands
  • 01.06.1966-1980, Berufliche Tätigkeit, Pfarrer, Harxheim
  • 1972-1974, Politische Mitgliedschaft, Verbandsgemeinderat Bodenheim, Mitglied

Weitere Informationen

  • Wilds Kriegsdienst in der Waffen-SS geht vermutlich auf Zwangsrekrutierung zurück.
  • Er flüchtete aus der DDR, da er eine Verhaftung durch sowjetische Dienststellen befürchtete, nachdem er gegenüber einem Mitarbeiter des sowjetischen Nachrichtendienstes verweigert hatte, Angaben über Angehörige und Tätigkeiten seines Instituts zu machen.
  • Wild sprach neben Deutsch fließend Serbokroatisch und Ungarisch sowie in Abstufungen Russisch und Französisch. Aufgrund dieser vielfältigen Sprachkenntnisse war der Osteuropahistoriker Gotthold Rhode besonders daran interessiert, Wild an sein Institut zu binden und führte Wild in die historische Arbeitsweise ein, um ihn vom Theologen zum Historiker "umzuschulen".

Quellen

  • Wild, Georg, Universitätsarchiv Mainz, Best. 64, Nr. 2213

Veröffentlichungen von Georg Wild (Auswahl)

Wild, Georg, Bogumilen und Katharer in ihrer Symbolik: T. 1. Die Symbolik des Katharertums und das Problem des heterodoxen Symbols im Rahmen der abendländischen Kulturarbeit, Mainz, 1967.
Wild, Georg, Die serbische Kirchenfrage des 19. Jahrhunderts als politisches Problem, Diss., Berlin, 1957.
Zitierhinweis

Georg Wild, in: Verzeichnis der Professorinnen und Professoren der Universität Mainz. URI: http://gutenberg-biographics.ub.uni-mainz.de/id/a52312eb-8615-4ee7-8277-14ed5c0b6fb8. (Zugriff am 11.12.2018)

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Fotograf: Reiner Wierick. Quelle: Universitätsarchiv Mainz.