Hans Buchheim

Prof. Dr. phil. Hans Buchheim

Geb. in Freiberg

Gest. in Mainz

Religionszugehörigkeit: Römisch-Katholisch

GND: 119020378; VIAF: 109207592

Professur in Mainz

  • 1966-1973, Professor für Politikwissenschaft, Philosophische Fakultät
  • 1973-1990, Professor für Politikwissenschaft, FB 12 Sozialwissenschaften (1973-2005)

Fachgebiete: Politikwissenschaft

Vorgänger: Gerhard Möbus

Akademische Laufbahn

  • 1940-1941, Studium, Universität Leipzig
  • Januar 1946-Dezember 1950, Studium, Universität Heidelberg
  • Dezember 1950, Promotion, Hans Schäfer, Universität Heidelberg, Titel der Dissertation: "Die Orientpolitik des Marcus Antonius und sein Verhältnis zu Octavian"
  • 1951-1966, Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Institut für Zeitgeschichte München
  • 01.10.1966-1990, Ordentlicher Professor, Institut für Politikwissenschaft (Phil), Universität Mainz
  • 01.04.1967-31.03.1973, Direktor, Institut für Politikwissenschaft (Phil), Philosophische Fakultät, Universität Mainz
  • 01.04.1973-1990, Ordentlicher Professor, Institut für Politikwissenschaft (FB 12), Universität Mainz
  • 01.04.1973-1990, Mitdirektor, Institut für Politikwissenschaft (FB 12), Universität Mainz
  • 1969-1971, Dekan, Philosophische Fakultät, Universität Mainz
  • 1981-1983, Dekan, FB 12 Sozialwissenschaften (1973-2005), Universität Mainz
  • 1990, Emeritierung, Universität Mainz, FB 12 Sozialwissenschaften (1973-2005)

Ehrungen

  • 1986, Bundesverdienstkreuz, 1. Klasse
  • 2006, Verdienstorden des Landes Rheinland-Pfalz
  • Oktober 2016, Deutsche Vereinigung für Politische Bildung, Bernhard-Sutor-Preis

Biographisches

  • Herbst 1941-Februar 1945, Wehrdienst, Soldat
  • 1969-1970, Stellvertretender Vorsitzender, Strukturausschuss zur Gründung der Universität Trier/Kaiserslautern
  • 1969-1974, Vorsitzender, Zentralkomitee der Deutschen Katholiken, Beirat für politische Fragen
  • Politische Mitgliedschaft, CDU
  • Vorstandsmitglied, Stiftung Bundeskanzler-Adenauer-Haus
  • Vorsitzender, Landeszentrale für Politische Bildung Rheinland-Pfalz, Kuratorium
  • Vorstandsmitglied, Fridtjof-Nansen-Akademie für Politische Bildung Ingelheim

Weitere Informationen

  • Buchheims Vater war der Münchner Geschichtsordinarius Karl Buchheim.
  • Buchheim galt durch seine Tätigkeit als Experte im Bezug auf den NS-Staat, weshalb er als Gutachter bei den Frankfurter Auschwitz-Prozessen auftrat. Er gehörte außerdem zu den Begründern der Politikwissenschaft als universitärem Fach.
  • 1963-1966 forschte er im Bundeskanzleramt zur Politik der Regierung Adenauer. Später wurder er in der Regierung Kurt-Georg Kiesingers Mitglied des Planungsstabes im Bundeskanzleramt.
  • Im Alter von 70 Jahren begann Hans Buchheim begeistert Tennis zu spielen. Weiterhin war er noch lange nach seiner Emeritierung aktiv mit der Mainzer Universität verbunden und hielt noch bis wenige Jahre vor seinem Tod dort Vorlesungen.
  • Zu seinen Schülern gehören die Politiker Michael Hartmann und Julia Klöckner.
  • Auch Buchheims Söhne erhielten Ordinariate. So war Christoph Buchheim Ordinarius für Wirtschaftsgeschichte an der Uni Mannheim und Thomas Buchheim ist, nachdem er zuerst eine Professur in Mainz innehatte, Ordinarius für Philosophie an der LMU München.

Veröffentlichungen von Hans Buchheim (Auswahl)

Buchheim, Hans (Hrsg.), Anatomie des SS-Staates, 6. Aufl., 44. - 50. Tsd., München, Dt. Taschenbuch-Verl, (dtv, Bd. 4637), 1994.
Buchheim, Hans, Die SS - das Herrschaftsinstrument, 5. Aufl., 40. - 43. Tsd., München, Dt. Taschenbuch-Verl, Anatomie des SS-Staates, 1989.
Buchheim, Hans, Totalitäre Herrschaft: Wesen u. Merkmale, München, Kösel, 1962.
Buchheim, Hans, Die Orientpolitik des Triumvirn M. Antonius: ihre Voraussetzungen, Entwicklung u. Zusammenhang mit d. polit. Ereignissen in Italien, Heidelberg, Winter, Abhandlungen der Heidelberger Akademie der Wissenschaften, Philosophisch-Historische Klasse, 1960.
Zitierhinweis

Hans Buchheim, in: Verzeichnis der Professorinnen und Professoren der Universität Mainz. URI: http://gutenberg-biographics.ub.uni-mainz.de/id/c6ba612a-471f-4af8-9e49-3473836f05f8. (Zugriff am 25.05.2017)

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