Ivo Wittich

Dr. decretorum Ivo Wittich

Geb. in Hammelburg

Gest. in Mainz

Religionszugehörigkeit: Römisch-Katholisch

GND: 129075809; VIAF: 10915014

Lehrtätigkeit in Mainz

  • 1499-1507, Professur für Kirchenrecht, Theologische Fakultät (1477-1798/1802)

Fachgebiete: Medizin

Akademische Laufbahn

  • 1473-1476, Studium, Universität Leipzig, zum bacc. phil.
  • nach 1476, Studium, Universität Leipzig, kanonisches Recht
  • nach 1476, Promotion, zum Dr. decretorum; unklar ist, ob die Promotion in Leipzig oder in Italien erfolgte
  • 14.02.1499-04.12.1507, Ordentlicher Professor, Universität Mainz (1477-1798), Juristische Fakultät (1477-1798/1802), Professur für Kirchenrecht
  • 1501-1502, Universitätskanzler, Universität Mainz (1477-1798)
  • 1504-1505, Rektor, Universität Mainz (1477-1798)

Biographisches

  • Ab 20.02.1491, Berufliche Tätigkeit, Erzbischöflicher Rat, Berthold von Henneberg, auch Diener
  • 03.11.1495-um 1500, Berufliche Tätigkeit, Beisitzer, Reichskammergericht, Frankfurt am Main
  • 04.08.1501-04.12.1507, Berufliche Tätigkeit, Siegelbewahrer, Berthold von Henneberg
  • 1504, Berufliche Tätigkeit, Vikar, Heiliggeist-Spital (Mainz)
  • 1506-1507, Berufliche Tätigkeit, Kanoniker, Breslauer Domkapitel

Weitere Informationen

  • Ivo Wittich pflegte gute Kontakte zu Konrad Celtis.
  • Wittich war sehr an römischer Geschichte interessiert. So half er 1487 in Leipzig, eine neue Florus-Ausgabe herauszubringen. Zusammen mit Bernhard Schöfferlin bearbeite er den Livius und brachte 1505 eine an Livius angelehnte römische Geschichte heraus.
  • zusammen mit seiner Professur erhielt er von 1499-1507 die damit verbundene Lektoralpräbande am St. Viktorstift in Mainz, die vorher der Jurist Matthäus Eberwein innehatte. An Liebfrauen in Mainz war er bereits zuvor Inhaber einer Stiftsherrenpfründe. Er war zudem Inhaber der Vikarie der Hl. Drei Könige im Dom zu Mainz.
  • Wittich legte durch eine Stiftung von 20 jährlichen Gulden den Grundstein für die vermutlich 1508/09 in Mainz errichtete Geschichtsvorlesung. Diese war mit ihrer ausschließlichen Lesung von Geschichte die erste ihrer Art im ganzen Reich.
  • Wittich ehrte zudem das Andenken an Johannes Gutenberg als Erfinder des Buchdrucks, indem er ihm im Algesheimer Hof einen Gedenkstein errichtete.

Namensvarianten

  • Ivo von Hammelburg; Wittig, Ivo; Wittigis, Ivo

Veröffentlichungen über Ivo Wittich (Auswahl)

Benzing, Josef, Verzeichnis der Professoren der alten Universität Mainz, Mainz, 1986.
Dotzauer, Winfried, Ivo Wittich - Historiker, Jurist und Gutenbergforscher, in: Tradition und Gegenwart, , Wiesbaden, Studien und Quellen zur Geschichte der Universität Mainz, 1977, S. 80–99.
Worstbrock, Franz Josef, Wittich (-ig, -igis), Ivo, in: Die deutsche Literatur des Mittelalters. Verfasserlexikon, , Berlin / New York, 1999, Bd.10, S. 1290–1292.
Zitierhinweis

Ivo Wittich, in: Verzeichnis der Professorinnen und Professoren der Universität Mainz. URI: http://gutenberg-biographics.ub.uni-mainz.de/id/f26224ea-9413-427f-b3b0-8310b78640d2. (Zugriff am 14.12.2018)

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