Johann von Pfeiffer

Johann Friedrich von Pfeiffer

Geb. in Berlin

Gest. in Mainz

Religionszugehörigkeit: Evangelisch

GND: 120172828; VIAF: 25426680

Lehrtätigkeit in Mainz

  • 1782-1784, Professur für Kameralwissenschaften, Philosophische Fakultät (1477-1798/1802)
  • 1784-1787, Professur für Kameralwissenschaften, Kameralische Fakultät (1784-1798)

Fachgebiete: Kameralistik

Akademische Laufbahn

  • ca. 1782-1784, Ordentlicher Professor, Universität Mainz (1477-1798), Philosophische Fakultät (1477-1798/1802), Professur für Kameralwissenschaften, erstmalige Lehrstuhlbesetzung, zudem Besetzung eines Lehrstuhls mit einem Protestanten
  • 1784-05.03.1787, Ordentlicher Professor, Universität Mainz (1477-1798), Kameralische Fakultät (1784-1798), Professur für Kameralwissenschaften

Biographisches

  • bis 1741, Berufliche Tätigkeit, Soldat, Preußen
  • 1741-1747, Berufliche Tätigkeit, Kriegskommissar, Preußen, später Kriegs- und Domänenrat
  • 1747-1750, Berufliche Tätigkeit, Direktor, Kurmark (Brandenburg), auch Direktor der Auseinandersetzungskommission (Flurbereinigung), im Rahmen der friderizianischen Siedlungspolitik gründete er über 100 Dörfer
  • 1750, Verhaftung, Preußen, wegen Vorwurf der Unterschlagung, wurde vor Gericht freigesprochen, quittierte jedoch infolgedessen den preußischen Dienst

Weitere Informationen

  • Johann Friedrich von Pfeiffer nahm am 10. April 1741 als preußischer Soldat an der Schlacht bei Mollwitz teil (Erster Schlesischer Krieg).
  • Nach seinem Abschied aus preußischen Diensten 1750 bereiste von Pfeiffer Mecklenburg, Sachsen, Österreich, Bayern, die Schweiz, die Pfalz und verschiedene Kleinstaaten des hl. römischen Reichs sowie möglicherweise England.
  • Erst im Alter von 50 Jahren begann er 1768 mit seiner umfangreichen schriftstellerischen Tätigkeit.
  • Er arbeitete 1769 in Hohenlohe, 1778-1781 in Hanau und siedelte 1781 nach Offenbach über.
  • Johann Friedrich von Pfeiffer gilt als früher Vertreter eines nationalliberalen Programms. Er propagierte eine konstitutionelle Monarchie mit Einkammersystem auf breiter Wählerbasis, die Säkularisation der geistlichen Fürstentümer und Mediatisierung kleinerer Reichsstände. Bürgerliche Freiheitsrechte, Volkssouveränität und das Recht auf Widerstand standen im Zentrum seiner naturrechtlich fundierten Staatslehre.

Veröffentlichungen von Johann von Pfeiffer (Auswahl)

Pfeiffer, Johann Friedrich, Prüfung der beträchtlichsten Verbesserungsvorschläge zur Vermehrung der Glükseligkeit und Macht Deutschlands: worinn die Unzulänglichkeit dieser Vorschläge bemerket und zugleich ein wahrscheinlich sicherer Weg zu Erreichung dieses grosen Endzweks vorgeleget wird, Frankfurt, Varrentrapp Sohn und Wenner, 1786.
Pfeiffer, Johann Friedrich, Kritische Briefe über wichtige und gemeinnützige Gegenstände aus allen Fächern : zu Beförderung der Menschenkenntniß und Verbesserung der Staats- und Landwirthschaft, oder zu vermehrter Glückseligkeit der Deutschen, Offenbach, Weiß, 1785.
Pfeiffer, Johann Friedrich, Grundsätze der Universal-Cameral-Wissenschaft oder deren vier wichtigsten Säulen, nämlich der Staats-Regierungskunst, der Polizey-Wissenschaft, der allgemeinen Staats-Oekonomie, und der Finanz-Wissenschaft ..., Frankfurt a. M., Esslinger, 1783.
Pfeiffer, Johann Friedrich, Grundriß der wahren und falschen Staatskunst, Berlin, Himburg, 1778.
Pfeiffer, Johann Friedrich, Bd. 1, Theil 1. Lehrbegrif sämmtlicher oeconomischer und Cameralwissenschaften, Neue von d. Verfasser selbst durchges. u. mit e. Anh. verm. Aufl., Mannheim, Schwan, 1773.

Veröffentlichungen über Johann von Pfeiffer (Auswahl)

Benzing, Josef, Verzeichnis der Professoren der alten Universität Mainz, Mainz, 1986.
Grathoff, Stefan, Biographie von Johann Friedrich von Pfeiffer - regionalgeschichte.net, < http://www.regionalgeschichte.net/bibliothek/texte/biographien/pfeiffer-johann-friedrich-von.html >, (18.10.2017).
Mathy, Helmut, Entschlüsselte Schilder: Straßennamen auf dem Campus, Mainz, Johannes-Gutenberg-Univ, 1986.
Zitierhinweis

Johann von Pfeiffer, in: Verzeichnis der Professorinnen und Professoren der Universität Mainz. URI: http://gutenberg-biographics.ub.uni-mainz.de/id/bfe09bc3-6c45-4af5-8280-61939f3dcf1e. (Zugriff am 17.12.2018)

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