Karl Thieme

Prof. Dr. phil. Karl Otto Thieme

Geb. in Leipzig

Gest. in Basel

Religionszugehörigkeit: Römisch-Katholisch

GND: 124864368; VIAF: 86711633

Professur in Mainz

  • 1947-1963, Professor für Europäische Geschichte, Philosophie und Deutschtumskunde, Auslands- und Dolmetscherinstitut Germersheim

Fachgebiete: Germanistik

Nachfolger: Gerhart Mayer

Akademische Laufbahn

  • 1921-1924, Studium, Universität Basel, Fächer: Philosophie, Geschichte, Theologie, Germanistik
  • 1921-1924, Studium, Universität Berlin
  • 1924-1924, Studium, Universität Leipzig
  • 1924, Promotion, Universität Leipzig, Titel der Dissertation: "Schopenhauers Metaphysik in ihrem Verhältnis zur Kantischen Transscendentalphilosophie"
  • 1927-1931, Assistent, Deutsche Hochschule für Politik Berlin
  • 1927-1931, Dozent, Deutsche Hochschule für Politik Berlin
  • Oktober 1931-März 1933, Professor, Pädagogische Akademie Elbing
  • 1947-07.11.1949, Gastprofessor, Staatliche Dolmetscherhochschule Germersheim
  • 1947-, Gastprofessor, Deutsche Universität für Verwaltungswissenschaften Speyer
  • 08.11.1949-30.09.1953, Gastprofessor, Universität Mainz, Auslands- und Dolmetscherinstitut Germersheim
  • 01.10.1953-26.07.1963, Ordentlicher Professor, Universität Mainz, Auslands- und Dolmetscherinstitut Germersheim
  • 01.04.1954-30.09.1959, Direktor, Universität Mainz, Auslands- und Dolmetscherinstitut Germersheim
  • 01.04.1956-26.07.1963, Direktor, Deutsches Seminar, Auslands- und Dolmetscherinstitut Germersheim, Universität Mainz

Biographisches

  • 1924-, Politische Mitgliedschaft, SPD
  • 1924-, Politische Mitgliedschaft, Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold
  • 1924-1926, Berufliche Tätigkeit, Referendar, Leipzig
  • 1926-, Mitgliedschaft, Bund Religiöser Sozialisten
  • 1930-, Geschäftsführer, Bund Religiöser Sozialisten
  • 1928-1933, Herausgeber, "Religiöse Besinnung: Vierteljahresschrift im Dienste christlicher Vertretung und ökumenischer Verständigung", eingestellt wegen Verbot
  • 07.04.1933, Entlassung aus dem Staatsdienst, wegen Gegnerschaft zum Nationalsozialismus durch das "Gesetz zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums"
  • Januar 1934, Konversion, vom evangelischen zum römisch-katholischen Glauben
  • August 1935, Emigration, Schweiz
  • August 1935-1953, Berufliche Tätigkeit, Schriftsteller, Basel
  • 1943, Einbürgerung, Schweiz
  • 1948-, Mitherausgeber, "Freiburger Rundbrief: Zeitschrift für christlich-jüdische Begegnung"

Weitere Informationen

  • Der Leipziger Ordinarius für Systematische Theologie Karl Thieme senior war der Vater Karl Otto Thiemes, der Freiburger Rechtshistoriker Hans Thieme sein Bruder.
  • Nachdem sich Thieme erst zum linken NSDAP-Flügel um Otto Straßer angenähert hatte, wandte er sich nach der "Köpenicker Blutnacht" im Juli 1933 von der NSDAP ab.
  • Neben dem Nachlass im Institut für Zeitgeschichte München wurde 1980 in der Jüdischen Nationalbibliothek Jerusalem ein Karl Thieme Archiv eingerichtet.

Quellen

  • Verstorbene Universitätsangehörige, Universitätsarchiv Mainz, Best. 55, Nr. 22
  • Thieme, Karl, Universitätsarchiv Mainz, Best. 64, Nr. 1409
  • Nachlass von Prof. Dr. Karl Thieme, Archiv des Instituts für Zeitgeschichte München, ED 163/1-195

Veröffentlichungen von Karl Thieme (Auswahl)

Thieme, Karl, Schopenhauers Metaphysik in ihrem Verhältnis zur Kantischen Transscendentalphilosophie / vorgelegt von Karl Thieme, Leipzig, 1924.

Veröffentlichungen über Karl Thieme (Auswahl)

Baumann, Angelika, Karl Otto Thieme, Biografie und Nachlass. In: Institut für Zeitgeschichte, München.
Karl Thieme – Personenlexikon BL, < https://personenlexikon.bl.ch/Karl_Thieme >, (2.2.2018).
Zitierhinweis

Karl Thieme, in: Verzeichnis der Professorinnen und Professoren der Universität Mainz. URI: http://gutenberg-biographics.ub.uni-mainz.de/id/a22ce8c1-15de-4daa-bf6c-4d1a025b0d25. (Zugriff am 15.08.2018)

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