Walter Reppe

Prof. Dr. phil. Dr.-Ing. E. h. Dr. phil. nat. h. c. Walter Julius Reppe

Geb. in Göringen

Gest. in Heidelberg

Religionszugehörigkeit: Evangelisch

GND: 118599763; VIAF: 50018123

Professur in Mainz

  • 1951-1969, Honorarprofessor für Chemie, Naturwissenschaftliche Fakultät

Fachgebiete: Chemie

Akademische Laufbahn

  • 1911-1914, Studium, Universität Jena, Fächer: Chemie, Mathematik, Physik
  • 1918-1920, Studium, Universität München, Fächer: Chemie, Mathematik, Physik
  • 1920, Promotion, Kurt Meyer, Titel der Dissertation: "Über die Reduktionsstufen von Arlyderivaten der Salpetersäure"
  • 1920-1921, Assistent, Universität München
  • 1951-1969, Honorarprofessor, Naturwissenschaftliche Fakultät, Universität Mainz
  • 1952-1969, Honorarprofessor, Universität Darmstadt

Wissenschaftliche Mitgliedschaften

  • seit 1942, Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina, Mitglied
  • 1954-1960, New York Academy of Sciences, Mitglied
  • seit 1953, Real Sociedad Española de Física y Química, Madrid, Mitglied
  • seit 1954, Japanische Chemische Gesellschaft, Tokyo, Mitglied
  • seit 1960, New York Academy of Sciences, Ehrenmitglied

Ehrungen

  • 1949, Ehrendoktor, München, Dr.-Ing. E. h.
  • 1949, Ehrendoktor, Heidelberg, Dr. phil. nat. h. c.
  • 1949, Adolf-von-Baeyer-Denkmünze, Gesellschaft Deutscher Chemiker
  • 1952, Bundesverdienstkreuz, Großes Verdienstkreuz mit Stern
  • 1952, DECHEMA-Medaille, Gesellschaft für Chemische Technik und Biotechnologie e.V.
  • 1960, Werner-von-Siemens-Ring
  • 1963, Rudolf-Diesel-Medaille, Deutsches Institut für Erfindungswesen

Biographisches

  • 1921-1934, Berufliche Tätigkeit, Chemiker, Badische Anilin- & Soda-Fabrik, Ludwigshafen am Rhein
  • 1934-1938, Berufliche Tätigkeit, Laborleiter, Badische Anilin- & Soda-Fabrik, Ludwigshafen am Rhein, Zwischenprodukte-Kunststoff-Labor
  • 1938-1939, Berufliche Tätigkeit, Laborleiter, Badische Anilin- & Soda-Fabrik, Ludwigshafen am Rhein, Hauptlabor
  • 1937-1939, Berufliche Tätigkeit, Prokurist, IG-Farbenindustrie-AG AGFA
  • 1939-1945, Berufliche Tätigkeit, Direktor, IG-Farbenindustrie-AG AGFA
  • 1945-1947, Gefangenschaft, Usingen, amerikanisches Internierungslager "Dustbin"
  • 1949-1957, Berufliche Tätigkeit, Forschungsleiter, Badische Anilin- & Soda-Fabrik, Ludwigshafen am Rhein
  • 1952-1957, Berufliche Tätigkeit, Vorstandsmitglied, Badische Anilin- & Soda-Fabrik, Ludwigshafen am Rhein
  • 1957, Ruhestand
  • 1958-1966, Berufliche Tätigkeit, Aufsichtsratsmitglied, Badische Anilin- & Soda-Fabrik, Ludwigshafen am Rhein

Weitere Informationen

  • Für seine Arbeit mit dem Gas Acetylen konstruierte Reppe spezielle Reagenzgläser, die sogenannten "Reppe-Gläser", die Hochdruck-Reagenzversuche erlaubten. Die Bemühungen seiner Forschung zum Acetylen resultierten in einer großen Anzahl an Reaktionen, die sich verfahrenstechnisch kombinieren ließen und zur Bezeichnung "Reppe-Chemie" führten.
  • In der Maxdorfer BASF-Siedlung wurde ihm zu Ehren eine "Walter-Reppe-Straße" benannt.
  • Nach Kriegsende wurde Reppe von amerikanischen Streitkräften interniert und verhört, jedoch ohne dass Anklage erhoben oder ein Verfahren durchgeführt wurde.

Veröffentlichungen von Walter Reppe (Auswahl)

Reppe, Walter, Polyvinylpyrrolidon, Weinheim/Bergstr, Verl. Chemie, Monographien zu „Angewandte Chemie“ und „Chemie-Ingenieur-Technik“, 1954.
Reppe, Walter, Chemie und Technik der Acetylen-Druck-Reaktionen, Weinheim/Bergstr, Verl. Chemie, 1951.
Reppe, Walter, Neue Entwicklungen auf dem Gebiete der Chemie des Acetylens und Kohlenoxyds, Berlin Göttingen Heidelberg, Springer, 1949.
Zitierhinweis

Walter Reppe, in: Verzeichnis der Professorinnen und Professoren der Universität Mainz. URI: http://gutenberg-biographics.ub.uni-mainz.de/id/ec57c345-f921-4d1d-b0e9-78f9dc0da14d. (Zugriff am 29.03.2017)

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